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Dachlawine

Eine Dachlawine ist für Vermieter und Eigentümergemeinschaften von Wohngebäuden ein bekanntes Risiko. In Deutschland gibt es bislang nicht die Pflicht,den Schnee auf den Wohndächern daraufhin zu kontrollieren, ob die Gefahr einer Dachlawine bestehen kann.

Vorschriften können es aber nötig machen, dass Dächer mit einem Schneeschutzgitter oder Schneefanggitter ausgestattet werden müssen. Wird diese Pflicht zur Sicherung vom Eigentümer verletzt, dann ist der Eigentümer zum Schadensersatz,bei einer Dachlawine,verpflichtet. Dies sind aber aber Einzelfälle, denn ansonsten ist diese Regelung in Deutschland eine Seltenheit.

In Schadensfällen, wo ein Schneeschutzgitter gesetzlich nicht verordnet ist, wird es bei einem Schaden durch eine Dachlawine zwangsläufig auf ein Gerichtsverfahren herauslaufen, da die Versicherungen in der Mehrzahl der Fälle die Pflicht zur Schadensersatzzahlung verweigern.

Aber auch bei Schadensfällen, die trotz eines Schneefanggitters entstehen, werden Schadensersatzforderungen abgelehnt, da die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht der Meinung ist, dass der Eigentümer seiner Verkehrssicherungspflicht in seiner Eigenschaft als Eigentümer des Gebäudes in vollem Maße nachgekommen ist und die Dachlawine nicht verhindern konnte.

Mit dem Aufstellen von Warnschildern kann sich der Eigentümer nicht aus der Verantwortung befreien. Natürlich wird auch in den meisten Fällen die Möglichkeit der Mithaftung des Geschädigten, bei der Dachlawine, geprüft. Eine Sicherheit gibt dem Vermieter auch in diesem Fall eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, die den Schadensfall in die eine oder andere Richtung abwickelt.